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Kieferknacken loswerden – so funktioniert’s!

Kieferknacken loswerden – so funktioniert’s!

Kieferknacken ist sehr lästig und in einigen Fällen sogar schmerzhaft. Aber ist es auch gefährlich? Was sind die Ursachen für Kieferknacken und wie können Sie es loswerden? Wir verraten Ihnen, was medizinisch betrachtet hinter dem Kieferknacken steckt, welche Ursachen möglich sind und welche Maßnahmen Ihnen helfen. Von einfachen Übungen bis hin zu professioneller Hilfe – bei uns finden Sie alle Informationen und praktische Tipps direkt vom Kieferorthopäden in Köln.

Lesedauer: 12 Minuten

Über die Autorin

Kieferorthopädin

Dr. Ute Pilot – Ihre Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Köln Rodenkirchen.

Kieferknacken – was genau passiert da?

Viele Menschen sind von Kieferknacken betroffen, es ist ein häufiges Phänomen. Beim Öffnen und Schließen des Mundes entsteht ein Geräusch im Kiefergelenk – das Knacken. Verschiedene mechanische Prozesse im Kiefer können dafür verantwortlich sein.

Im Kiefergelenk treffen der Unterkieferknochen und das Schläfenbein aufeinander. Zwischen diesen Knochen befindet sich eine Knorpelscheibe, die als Diskus bezeichnet wird. Dieser Diskus sorgt dafür, dass die Bewegungen im Kiefergelenk reibungslos und schmerzfrei ablaufen. Wenn der Diskus nun aus seiner normalen Position rutscht oder sich nicht richtig bewegt, kann das typische Knackgeräusch entstehen. Es wird dann durch die Bewegung des Diskus oder durch das Reiben der Gelenkflächen aneinander ausgelöst.

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Kieferknacken selbst loswerden – mit diesen Übungen und Tricks

Kieferknacken – was tun? Diese Frage stellen sich viele Betroffene. In der Medizin gibt es viele Möglichkeiten, um Kieferknacken effektiv zu behandeln. Entscheidend ist dabei die zugrundeliegende Ursache. Stressbedingtes Kieferknacken erfordert andere therapeutische Maßnahmen als eine Fehlstellung. Manchmal reicht es schon aus, den Lebensstil zu verändern, auslösende Nahrungsmittel zu vermeiden und Techniken für den Abbau von Stress zu erlernen.

Es gibt eine Reihe von Übungen und Tricks, die Sie selbst zu Hause ausprobieren können. Solche Maßnahmen sind unterstützend, ersetzen aber keine fundierte Diagnostik und Behandlung durch den Experten.

1. Entspannungsübungen für den Kiefer

Setzen Sie sich bequem hin und lassen den Unterkiefer locker nach unten hängen. Atmen Sie dabei tief ein und aus, während Sie den Mund leicht öffnen und schließen. Achten Sie darauf, die Zähne nicht zusammenzubeißen. Mit dieser Übung wird die Kiefermuskulatur entspannt und Verspannungen können sich lösen.

2. Dehnübungen für den Kiefer

Ebenfalls effektiv sind Dehnübungen. Öffnen Sie hierfür den Mund so weit es geht und halten Sie diese Position für einige Sekunden. Schließen Sie den Mund nun locker und wiederholen Sie die Übung dreimal nacheinander..

3. Wärmebehandlungen

Verspannte Muskulatur reagiert positiv auf Wärme. Nutzen Sie ein Kirschkernkissen oder eine warme Kompresse und legen diese für ca. 15 Minuten auf den Kieferbereich. Bedenken Sie, dass Wärme bei Entzündungsprozessen kontraproduktiv ist. Lassen Sie daher immer erst durch den Kieferorthopäden abklären, was die Ursache für Ihre Beschwerden ist.

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4. Massagen der Kieferregion

Massieren Sie Ihre Kiefermuskulatur mehrmals täglich mit kreisenden Bewegungen, um Verspannungen zu lösen. Beobachten Sie sich selbst, in welchen Situationen Sie den Kiefer fest zusammenpressen

5. Vermeidung von Lebensmitteln

Eine angegriffene und strapazierte Kiefermuskulatur reagiert auf bestimmte Lebensmittel und häufiges Kauen mit Schmerzen und Beschwerden. Kaugummi, harte Kaubonbon oder auch zähne Fleischstücke sollten Sie vermeiden, um Ihren Kiefer zu entlasten.

Kieferknacken – was tun? Die Frage sollten Sie sich nie ganz allein beantworten, sondern mit der Hilfe eines Experten für Kieferorthopädie.

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Kieferknacken loswerden – was, wenn man es selbst nicht kann?

Haus- und Hilfsmittel reichen nicht immer aus, um das Kieferknacken loswerden zu können. In diesem Fall ist es wichtig, dass Sie einen Experten für Kieferorthopädie zu Rate ziehen. Ihre Übungen können Sie weiter fortführen, wenn der Arzt Ihnen dazu rät. In der Praxis stehen weitere Behandlungsmethoden zur Verfügung, die genau auf die Ursachen Ihrer Beschwerden abgestimmt werden können.

1. Medikamente

Sie werden zur Reduktion von Entzündungen und Schmerzen eingesetzt. Häufig verordnet werden Entzündungshemmer, Schmerzmittel und Muskelrelaxantien, die Ihre Muskulatur entspannen.

2. Schiene oder Mundschutz

Leiden Sie unter nächtlichem Zähneknirschen, ist eine Schiene als Schutz für Ihren Kiefer und Ihre Zähne wichtig. Bitte kaufen Sie kein Produkt aus der Drogerie, das nicht auf Ihre Kieferstruktur angepasst ist. Es ist wichtig, dass eine Schiene genau zu Ihren Zähnen passt, um optimalen Schutz zu gewährleisten.

3. Physikalische Therapie

Sie hilft Ihnen, die Muskulatur rund um Ihren Kiefer zu stärken und gleichzeitig zu entspannen.

4. Injektionen

Sie unterstützen die Reduktion von Schmerzen und Entzündungen. Ihr Kieferorthopäde verabreicht die Injektion direkt in das Gelenk. Lassen Sie sich zuvor in der Praxis bezüglich Nebenwirkungen beraten.

5. Chirurgie

Operative Maßnahmen sind das letzte Mittel und kommen erst zum Einsatz, wenn alle anderen Behandlungsansätze nicht funktioniert haben.

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Geht Kieferknacken manchmal auch von selbst weg?

In einigen Fällen kann das Kieferknacken von selbst wieder verschwinden, insbesondere wenn kurzfristige Verspannungen oder Stress dafür verantwortlich waren. Hören Sie Ihr Kiefergelenk knacken und es dauert länger als ein paar Tage an, sollte ein erfahrener Kieferorthopäde ins Boot geholt werden. Das gilt auch dann, wenn es Sie erstmals Ihr Kiefergelenk knacken hören und dazu noch Schmerzen kommen.

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Was sind mögliche Ursachen für Kieferknacken?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Ursachen, die zu Kieferknacken führen können. Einige davon sind harmlos, andere wiederum können ein ernsthaftes Problem für die Gesundheit sein.

1. Stress und Anspannung

Stress kann dazu führen, dass Sie Ihre Kiefermuskulatur unbewusst anspannen oder mit den Zähnen knirschen. So kann ein Ungleichgewicht im Kiefergelenk entstehen, das zum Knacken führt.

2. Fehlstellungen der Zähne

Passen die Zähne nicht richtig aufeinander, belastet das Ihr Kiefergelenk und das Kieferknacken kann entstehen.

3. Fehlstellungen des Kiefers

Erworbene oder auch angeborene Fehlstellungen des Kiefers, wie z.B. ein Über- oder Unterbiss, können Kieferknacken auslösen.

4. Arthrose

Degenerative Veränderungen im Kiefergelenk, ausgelöst durch Arthrose, können im fortgeschrittenen Stadium Einfluss auf die Gelenkstruktur nehmen und Geräusche auslösen.

5. Arthritis

Entzündliche Prozesse im Bereich des Kiefergelenks führen primär zu Schmerzen, haben unbehandelt aber oft ein immer wieder auftretendes Knacken zufolge.

6. Traumata

Akute Verletzungen und Schläge auf den Kiefer können zu Gelenkschäden führen und damit die Geräuschentwicklung auslösen.

7. Bruxismus

Häufiges (nächtliches) Zähneknirschen belastet die Kiefergelenke stark und löst langfristig oft ein Knackgeräusch aus.

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Kieferknacken – Was sind mögliche Folgen?

Kieferknacken kann verschiedene Folgen haben. Tritt das Knacken nur sporadisch auf, dauert es oft lange, bis sich Folgeerscheinungen zeigen. Wenn Sie Ihr Kieferknacken loswerden können, verhindert das oft nervige Spätschäden. Manche Folgen sind völlig harmlos, andere wiederum haben erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden und können dem Kiefer und dem Körper schaden.

1. Schmerzen im Kiefer

Das Knacken des Kiefers geht oft mit Schmerzen im Kiefergelenk oder der umliegenden Muskulatur einher.

2. Kopfschmerzen

Ist die Kiefermuskulatur verspannt, kann das ein Auslöser chronischer Kopfschmerzen sein.

3. Zahnschäden

Durch Bruxismus ausgelöstes Kieferknacken kann weitreichende Folgen haben. Das langfristige Knirschen mit den Zähnen nutzt die Zahnoberfläche ab und führt zu Zahnschäden. Ist der Schmelz beschädigt, können sich Kariesbakterien leichter ansiedeln, außerdem passen Ober- und Unterkiefer nicht mehr harmonisch zusammen.

4. Eingeschränkte Mundöffnung

In schweren Fällen kann das Kiefergelenk komplett blockieren, was die Mundöffnung einschränkt. Akut aufgetreten ist das kein Grund zur Panik, sollte aber eine sofortige Konsultation eines Experten zufolge haben.

5. Tinnitus

Einige Betroffene berichten von Ohrgeräuschen, die im Zusammenhang mit chronischen Kieferproblemen stehen können.

6. Verschlechterung der Funktion

Ohne Behandlung kann sich die Funktion des Kiefergelenks verschlechtern, was chronische Schmerzen und Funktionsstörungen zufolge hat.

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Ist Kieferknacken gefährlich?

In einigen Fällen deutet Kieferknacken auf ein ernsthaftes Problem hin. Stress und gelegentliches Knacken sind in den meisten Fällen harmlos. Liegen allerdings Ursachen wie Arthrose, Arthritis oder eine Fehlstellung des Kiefers vor, sind langfristige Schäden möglich.

Die Arthrose im Kiefergelenk kann zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gelenks führen. Bei einer Arthritis hingegen stehen vor allem Schmerzen und wiederkehrende Entzündungsprozesse im Fokus. Die Lebensqualität von Betroffenen ist deutlich eingeschränkt, das Kieferknacken selbst ist nur eines von vielen Symptomen in diesem Fall.

Leiden Patienten unter einer Fehlstellung ihres Kiefers, belastet das nicht nur die Kiefergelenke. Es kann langfristig zu Zahnabnutzung und Muskelverspannungen führen. Das ist zwar nicht gefährlich im eigentlichen Sinne, führt aber zu einem erhöhten Behandlungsbedarf durch einen Zahnarzt oder besser noch einen Kieferorthopäden.

Sind Sie von Kieferknacken betroffen, ist es wichtig, einen Kieferorthopäden aufzusuchen, um die Ursachen zu ermitteln. Nur so kann eine geeignete Behandlung gefunden werden. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung traten Sie aktiv dazu bei, Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern. Auch wenn das Kieferknacken in vielen Fällen harmlos ist, sollten Sie es nicht ignorieren. Es könnte ein Zeichen für ein zugrundeliegendes Problem sein, das einer Behandlung bedarf.

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Kieferknacken: Deshalb immer von kompetenten Kieferorthopäden beraten lassen

Es ist wichtig, dass Sie sich bei Kieferknacken von kompetenten Kieferorthopäden beraten lassen. Fachmännische Diagnosen und Behandlungen verhindern, dass sich die Symptome verschlimmern und langfristige Schäden entstehen. Ihr Kieferorthopäde stellt eine genaue Diagnose und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist. In unserer Praxis bieten wir Ihnen als Kieferorthopäde in Köln umfassende Beratungen und individuelle Behandlungspläne an, um Ihnen bei Ihrem Kieferknacken zu helfen. Vereinbaren Sie direkt einen Termin und nutzen Sie die professionelle Hilfe, die Sie benötigen.

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Was ist eine Schnarchschiene und wie funktioniert sie?

Was ist eine Schnarchschiene und wie funktioniert sie?

Schnarchen ist für viele ein eher lästiges Problem, einigen ist es regelrecht unangenehm. Doch das weitverbreitete Phänomen kann tatsächlich auch schädlich für Ihre Gesundheit sein. Eine effektive Lösung: die Schnarchschiene. Doch was ist das überhaupt? Erfahren Sie bei uns, wie Schnarchschienen funktionieren und welche verschiedenen Arten es gibt.

Lesedauer: 12 Minuten

Über die Autorin

Kieferorthopädin

Dr. Ute Pilot – Ihre Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Köln Rodenkirchen.

Was ist eine Schnarchschiene?

Die Schnarchschiene, auch Anti-Schnarch-Schiene oder Protrusionsschiene genannt, gehört zu den medizinischen Hilfsmitteln der modernen Kieferorthopädie. Sie wird zur Bekämpfung von lästigem Schnarchen eingesetzt, wobei sie aktiv zur Freihaltung der Atemwege im Schlaf eingesetzt wird.

Wir beginnen zu schnarchen, wenn die Atemwege verengt sind. Das passiert, wenn sich im Schlaf die Muskulatur des Rachenraums entspannt. Die Schnarchschiene hält Unterkiefer und Zunge in einer Position, die diese Verengung verhindert. Das Schnarchen wird in vielen Fällen vollständig eliminiert oder zumindest deutlich reduziert.

Für dritte Personen ist das Schnarchen des Partners nur lästig, für die betroffene Person kann es aber gesundheitliche Risiken bergen. Ein klassisches Beispiel ist die Schlafapnoe, die zu den ersten Schlafstörungen gehört. Die Atmung setzt während der Schlafphase kurzfristig aus, was zu einem erheblichen Sauerstoffmangel führen kann. Schlafapnoe kann nicht nur dazu führen, dass Sie am nächsten Morgen nicht „fit“ sind, sie kann auch Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck auslösen.

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Wie funktioniert eine Schnarchschiene?

Die Funktionsweise der Schnarchschiene basiert auf der Mechanik und der richtigen Platzierung im Unterkiefer. Bei den gängigsten Modellen (Unterkieferprotrusionsschiene) wird Ihr Unterkiefer sanft und leicht nach vorne geschoben. Diese Verschiebung sorgt dafür, dass Ihr Rachenraum geöffnet bleibt und die Zunge nicht nach hinten zurückfallen kann. Der Luftstrom wird nicht behindert und Sie schnarchen weniger oder gar nicht mehr.

Jede Schnarchschiene wird individuell auf den Träger angepasst. Die Modelle bestehen in der Regel aus zwei einzelnen Elementen, eines für den Oberkiefer und eines für den Unterkiefer. Mit einer Mechanik sind beide Schienen miteinander verbunden, sodass der Unterkiefer in der gewünschten Position bleibt. Durch die Anpassung wird eine präzise Passform gewährleistet, sodass Sie trotz Schiene nachts erholsam schlafen können.

Welche verschiedenen Arten von Schnarchschienen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Schnarchschienen, die zwar alle das gleiche Ziel haben, sich aber in Design und Funktionsweise unterscheiden. Welches Modell zu Ihnen passt, wird Ihr Kieferorthopäde gemeinsam mit Ihnen entscheiden. Die anatomische Struktur spielt hier ebenso eine Rolle wie die individuellen Bedürfnisse.

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1. Die Unterkieferprotrusionsschiene

Diese Schnarchschiene kommt am häufigsten zum Einsatz. Wie oben erklärt, sorgt dieses Modell für einen sanften Schub Ihres Unterkiefers und damit für offene Atemwege. Wenn die Rachenmuskulatur erschlafft, schnarchen Sie nicht, sondern bekommen weiterhin gut Luft. Dank der hohen Effektivität eignen sich diese Schnarchschienen bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe und starkem Schnarchen.

2. Die Mundvorhofplatte

Das Schnarch-Mundstück ist eine Alternative, das in der Kieferorthopädie als Mundvorhofplatte bezeichnet wird. Dieses Modell funktioniert anders als die klassische Schnarchschiene und verhindert die Mundatmung gänzlich. Dadurch entfallen Vibrationen im Mund- und Rachenraum, sodass es nicht zum Schnarchen kommt. In der Nacht atmen Sie automatisch durch die Nase, was allerdings bei einem Schnupfen zum Problem werden kann.

3. Die Schnarchspange

Dieses Modell wird nicht an den Zähnen oder dem Kiefer befestigt, sondern am Gaumen. Therapeutischen Nutzen zeigen Schnarchspangen bei Patienten, die mit offenem und geschlossenem Mund schnarchen. Der Tragekomfort ist deutlich geringer, sodass meist andere Varianten zum Einsatz kommen.

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Schnarchschiene als medizinische Behandlung – Wann ist Schnarchen nicht nur störend, sondern auch gefährlich?

Vielleicht empfinden Sie Schnarchen nur als lästig oder peinlich, allerdings sind die gesundheitlichen Risiken nicht außer acht zu lassen. Gerade im Fall von Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) ist Schnarchen schädlich für die Gesundheit. Diese Schlafstörung bleibt für die Betroffenen oft lange Zeit unbemerkt. Erst wenn dritte Personen über typische Atemaussetzer und „nach Luft japsen“ berichten, geht der Gedanke in diese Richtung. Der Schlaf ist bei dieser Erkrankung nicht erholsam und Sie verlieren zunehmend an Fitness, Konzentration und Kraft für den Tag.

Sind Sie von Schlafapnoe betroffen, sollten Sie dringend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Einfache Behandlungsmethoden wie die Schnarchschiene können dabei helfen, Ihre Gesundheit wieder herzustellen. Da Schnarchen und Schlafapnoe ernsthafte Folgen haben können, bestellen Sie keine Schnarchschienen im Internet oder kaufen diese in der Drogerie. Für eine effektive Behandlung ist es wichtig, dass das Produkt exakt auf Sie und Ihren Kiefer zugeschnitten wurde. Der Kieferorthopäde ist Ihr Ansprechpartner, wenn auch Sie zu den Schnarchern gehören. Er kann die richtige Schnarchschiene für Sie anfertigen lassen und für angenehmen Tragekomfort sorgen.

Was kostet eine Schnarchschiene?

Die Kosten für eine Schnarchschiene variieren, liegen aber in der Regel zwischen 300 und 1.500 Euro. Die genaue Höhe der Kosten hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Material, der Schienenart und den Kosten für die individuelle Anpassung durch den Kieferorthopäden ab.

Hochwertige Materialien sind in der Regel teurer, dafür aber auch haltbarer. Eine gut angepasste Schnarchschiene bietet Ihnen den besten Tragekomfort und die bestmögliche Wirksamkeit. Solche Schienen werden nicht als Massenware hergestellt, sondern speziell für Ihren Kiefer.

Um Ihren individuellen Preis zu ermitteln, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Kieferorthopäden. Er kann die Kosten exakt einschätzen und mit Ihnen planen.

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Werden Schnarchschienen von der Krankenkasse bezahlt?

Ob die Schnarchschiene von der Krankenkasse gezahlt wird, hängt von der Indikation ab. Schnarchen Sie „nur“ und stören damit Nachbarn und Partner, ist die Schiene keine Kassenleistung. Liegt bei Ihnen allerdings eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern vor, übernimmt die Krankenkasse die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen. Eine davon ist, dass andere Therapieformen nicht funktioniert haben.

Die Verbraucherzentrale berichtet, dass zunächst Maßnahmen wie eine Gewichtsreduktion oder eine Überdrucktherapie zum Einsatz kommen, bevor die Schnarchschiene finanziert wird.

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Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine Schnarchschiene mit sich bringen?

Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch bei der Verwendung von Schnarchschienen mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Diese sind meist gering und können durch regelmäßige Kontrolle und Anpassung minimiert werden. Einige Patienten klagen zu Beginn der Behandlung von Kieferbeschwerden und leichten Zahnschmerzen. Diese Symptome treten vor allem dann auf, wenn die Schnarchschiene nicht exakt an den Kiefer angepasst wurde. Nach wenigen Tagen gewöhnt sich der Kiefer an die neue Situation und die Beschwerden verschwunden.

Häufig wird über eine vermehrte Speichelproduktion berichtet, die aber ebenfalls nach der Eingewöhnungsphase abklingt. Obwohl es paradox klingt, leiden einige Patienten auch unter Mundtrockenheit. Das wird durch die Position der Schiene verursacht und lässt sich durch eine Anpassung der Schiene meist regulieren.

In sehr seltenen Fällen können minimale Verschiebungen der Zähne auftreten. Regelmäßige Kontrollen durch den Kieferorthopäden stellen sicher, dass solche Nebenwirkungen vermieden werden.

Kann man eine Schnarchschiene im Schlaf verschlucken?

Eine häufige Sorge von Patienten ist die Möglichkeit, eine Schnarchschiene im Schlaf zu verschlucken. Moderne Anfertigungen sind so konzipiert, dass das nahezu unmöglich ist. Sie werden passgenau für Ihren Kiefer angefertigt und sitzen fest genutzt, um nicht zu verrutschen. Zudem sind Sie in der Regel zu groß, um verschluckt zu werden.

Schnarchschiene: Deshalb immer von kompetenten Kieferorthopäden beraten lassen

Die Wahl und Anpassung einer Schnarchschiene ist ein wichtiger Schritt, um Ihre Schlafqualität und Gesundheit zu verbessern. Lassen Sie sich diesbezüglich von einem kompetenten Kieferorthopäden beraten, denn er kann die Ursache des Schnarchens diagnostizieren und die bestmögliche Schiene für Sie finden.

Als Kieferothopäde in Köln legen wir großen Wert auf eine umfassende und individuelle Beratung. Wir nehmen uns die Zeit, Ihre Bedürfnisse zu verstehen und fertigen Ihre Schnarchschiene bei Bedarf unter höchster Präzision an. Das Ziel dabei ist es, Ihnen zu einem erholsamen Schlaf ohne Schnarchen und Atemaussetzer zu verhelfen.

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Wie reinige ich meine lose / herausnehmbare Zahnspange?

Wie reinige ich meine lose / herausnehmbare Zahnspange?

Das tägliche Zähneputzen gehört zur Routine. Es entfernt Plaques und Ablagerungen, sorgt für ein frisches Mundgefühl und beugt Karies vor. Als Träger einer losen Zahnspange tragen Sie das kieferorthopädische Werkzeug langfristig. Obwohl es sich nicht um ein organisches Material handelt, können sich Bakterien und Ablagerungen festsetzen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre herausnehmbare Zahnspange reinigen und so trotz kieferorthopädischer Behandlung für einen gesunden Mund sorgen.

Lesedauer: 8 Minuten

Über die Autorin

Kieferorthopädin

Dr. Ute Pilot – Ihre Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Köln Rodenkirchen.

Warum sollte ich eine lose Zahnspange reinigen?

Es gibt mehrere Gründe, warum Sie auch Ihre lockere Zahnspange reinigen müssen. Der Hauptgrund ist die Mundgesundheit. Wenn Sie Ihre Zahnspange nicht reinigen, bietet sie einen optimalen Nährboden für Plaque und Bakterien, besonders in kleinen Vertiefungen und Zwischenräumen. Ohne ausreichende Reinigung vermehren sich diese schnell, was zu Mundgeruch, aber auch Mundkrankheiten wie Karies und Parodontose führen kann.

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Das dauerhafte Belassen von Rückständen führt außerdem dazu, dass die Ästhetik leidet. Es entstehen Verfärbungen und der optische Eindruck ist weniger ansprechend. Heute sind Zahnspangen nicht mehr nur „Drahtgestelle“, es gibt auch Modelle aus Kunststoff. Dieser neigt dazu sich zu verfärben, wenn Bakterien, aber auch Nahrungsrückstände im Mund verbleiben. Um das zu verhindern, müssen Sie Ihre lose Zahnspange reinigen, als wären es Ihre zweiten Zähne.

Manchmal reizen herausstehende oder überstehende Drähte das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut. Die Zahnspangen Schmerzen treten meist erst zu Hause auf. Es ist wichtig, dass Sie in diesem Fall einen neuen Termin bei Ihrem Kieferorthopäden vereinbaren, um Aphthen oder Wunden im Mundraum zu vermeiden.

Fehlerhafte Hygiene – was passiert, wenn Sie Ihre Zahnspange nicht reinigen?

Entwickeln sich die Bakterien auf einer schlecht gereinigten Zahnspange weiter, können sie bis zum Zahnfleisch vordringen. Dort lösen sie Entzündungen aus, die sich durch Rötungen, Schwellungen und Zahnfleischbluten anzeigen. Siedeln sich auf den Zahnoberflächen Plaques an, droht die Gefahr von Karies. Indem Sie Ihre lose Zahnspange reinigen und dabei gründlich vorgehen, beugen Sie zuverlässig vor.

Wichtig: Erkennen Sie Anzeichen einer Zahnfleischentzündung, suchen Sie rasch Ihren Zahnarzt auf. Unbehandelt kann sich eine sogenannte Gingivitis zur Parodontitis weiterentwickeln. Mithilfe von Mundspülungen und noch gründlicherer Mundhygiene bekommen Sie das Problem schnell in den Griff.

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Bei jedem Zähneputzen auch die Zahnspange reinigen

Zweimal täglich sollten Sie ihre herausnehmbare Zahnspange reinigen, im Rahmen der normalen Mundhygiene. Hierfür nehmen Sie sie aus dem Mund, um von allen Seiten an das Material zu gelangen. Zur klassischen Reinigung nutzen Sie eine mittelharte bis harte Zahnbürste und eine wenig abrasive Zahncreme. Und so gehen Sie vor:

  • Zähne reinigen: Legen Sie die Zahnspange zunächst auf ein Tuch und beginnen mit dem Zähneputzen. Reinigen Sie den Mundraum gründlich, mit Zahnbürste, Zahnseide und eventuell Munddusche.
  • Essensreste abspülen: Nehmen Sie die Zahnspange in die Hand und lassen warmes Wasser darüber fließen. So spülen Sie grobe Rückstände zuverlässig ab.
  • Zahnspange bürsten: Nutzen Sie die gesonderte Zahnbürste und bürsten alle Bereiche der Zahnspange ab. Denken Sie auch an Zwischenräume und kleine Fugen, die dringend auf Hygiene angewiesen sind.
  • Gründliches Abspülen: Die gelösten Zahnbeläge und Bakterien spülen Sie nun unter fließendem Wasser ab, gleiches gilt für die Zahnpasta-Reste.
  • Trocknen: Tragen Sie die Zahnspange nicht direkt weiter, achten Sie darauf, sie trocken zu lagern. Geben Sie sie in die Zahnspangendose und lassen den Deckel offen. So verhindern Sie, dass sich Schimmel durch die Feuchtigkeit bildet.

Expertentipp

Lassen Sie die Mundspüllösung wirken und spülen Sie nicht direkt mit klarem Wasser nach.
Wichtig: Für maximale Hygiene verwenden Sie für die Reinigung Ihrer Zahnspange eine gesonderte Bürste. Im Handel finden Sie spezielle Prothesenbürsten mit einer größeren Borstenoberfläche. Diese können Sie bedenkenlos auch für Ihre lose Zahnspange verwenden.

Schritt für Schritt Anleitung: Lockere Zahnspange reinigen

Zusätzlich zum täglichen Bürsten ist einmal pro Woche eine gründliche Reinigung mit Essig sinnvoll. Er ist in der Lage, Bakterien zu entfernen und Verunreinigungen aufzulösen. Der richtige Zeitpunkt ist nach der klassischen Reinigung mit der Zahnbürste. Und so funktionierts:

Schritt 1:

Zur Herstellung einer Essigmischung mischen Sie Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 in einem kleinen Gefäß.

Schritt 2:

Legen Sie Ihre lose Zahnspange für 30 Minuten in die Mischung ein.

Schritt 3:

Spülen Sie die Spange nach der halben Stunde unter lauwarmem Wasser gründlich ab und bürsten sie dann nochmal mit der Zahnbürste.

Schritt 4:

Trocknen Sie die Zahnspange auf einem Küchentuch und verstauen Sie sie danach sicher in Ihrer Aufbewahrungsbox.

Expertentipp

Lassen Sie die Mundspüllösung wirken und spülen Sie nicht direkt mit klarem Wasser nach.

Eignen sich Prothesentabs, um die Zahnspange zu reinigen?

Prothesenträger nutzen auflösbare Tabs, um ihre Zahnprothese im Wasser zu reinigen. Für Zahnspangen sind diese aufgrund ihrer Schärfe ungeeignet. Dauerhaft kommt es zu Schäden am Material, sodass die Essig-Lösung besser ist.

In manchen Drogerien stehen spezielle Tabs für die Zahnspangenreinigung zur Verfügung. Sie sind eine bequeme Alternative, wenn die Essiglösung nicht infrage kommt. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass es sich um ein Produkt für Zahnspangen handelt, um das kieferorthopädische Hilfsmittel nicht zu beschädigen.

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Fehler beim Zahnspange reinigen – das sollte vermieden werden

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Zahnspange reinigen, es dabei aber nicht übertreiben. Falsche Maßnahmen führen dazu, dass sich die Zahnspange verformt und Beschädigungen davonträgt. Beim Putzen ist es wichtig, keine abrasive Zahnpasten zu verwenden. Eine Kinderzahncreme entspricht den Bedürfnissen, da der sogenannte RDA-Wert hier niedrig ist.

Halten Sie Ihre Zahnspange während der Reinigung immer nur am Kunststoff fest. Die Metalldrähte sind empfindlich und können verbiegen. Sollte sich ein Draht verbiegen, suchen Sie Kontakt zu Ihrer kieferorthopädischen Praxis aus. Greifen Sie keinesfalls selbst zur Zange, denn damit verschlimmern Sie den Defekt nur.

Wichtig: Verwenden Sie stets lauwarmes Wasser. Der Kunststoffanteil Ihrer Zahnspange kann bei direktem Kontakt mit heißem Wasser empfindlich reagieren und sich verformen. Vermeiden Sie daher auch, die Spange auszukochen, um Bakterien abzutöten. Es wird darüber diskutiert, ob Zahnspangen in die Spülmaschine dürfen. Verzichten Sie lieber darauf und setzen Sie auf herkömmliche Methoden, wenn Sie Ihre lose Zahnspange reinigen.

Aligner-Zahnspange reinigen – für strahlenden Kunststoff

Eine beliebte Alternative zur losen Zahnspange sind Aligner. Sie werden pro Tag bis zu 22 Stunden getragen, sodass die Reinigung hier besonders wichtig ist. Während des Tragens sind die Zähne vollständig vom Kunststoff bedeckt, Bakterien finden aber dennoch einen Weg.

Die Reinigung dieser Form der Zahnspange erfolgt ähnlich wie das klassische Metallmodell. Nutzen Sie hierfür eine gesonderte Handzahnbürste, die nicht mittelhart oder hart, sondern weich sein sollte. Der Kunststoff ist sehr empfindlich, zu hartes Bürsten kann zu Schrammen und Rissen führen. In diesen siedeln sich Bakterien besonders leicht ab und werden dann schnell zum Problem.

Wichtig: Nutzen Sie für Aligner auf keinen Fall Essig, dieses Hausmittel ist zu scharf. Verwenden Sie stattdessen ein klassisches Spülmittel (nur geringe Mengen). Es gibt auch hier im Handel spezielle Tabs für Ihre Aligner, die Sie nach den Angaben des Herstellers nutzen. Einmal pro Woche reicht eine gründliche Reinigung aus.

Professionelle Reinigung der losen Zahnspange bei Ihrer Kieferorthopädin

Einmal pro Jahr empfiehlt sich die professionelle Zahnreinigung, noch häufiger sollte die Zahnspange vom Profi aufbereitet werden. Beim Kieferorthopäden Ihres Vertrauens können Sie mehrmals pro Jahr die gründliche Reinigung Ihrer losen Zahnspange in Auftrag geben. Der Vorteil hierbei ist, dass auch Verfärbungen und hartnäckige Beläge entfernt werden können. Nicht nur sinnvoll, sondern wichtig ist die Reinigung durch einen Experten bei vorhandener Infektionsgefahr oder Schäden. Beheben Sie diese nicht selbst, Ihre Zahnspange muss jederzeit passgenau sitzen. Lassen Sie sich bei uns, Ihrem Kieferorthopäden in Köln, zur Reinigung Ihrer losen Zahnspange beraten, wir helfen Ihnen gerne weiter!

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Weiße Flecken auf den Zähnen – Was Sie über Fluorose, White Spots und Co. wissen müssen

Weiße Flecken auf den Zähnen – Was Sie über Fluorose, White Spots und Co. wissen müssen

Beim Blick in den Spiegel fallen Ihnen plötzlich weiße Flecken auf Ihren Zähnen auf? Sie fragen sich, ob das ein Grund zur Sorge ist? Es gibt unterschiedliche Ursachen für diese Flecken, die meisten davon sind harmlos – aber nicht alle! Fluorose, White Spots und mehr: Erfahren Sie jetzt, welche Ursachen möglich sind und wie Sie dagegen vorgehen können.

Lesedauer: 7 Minuten

Über die Autorin

Kieferorthopädin

Dr. Ute Pilot – Ihre Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Köln Rodenkirchen.

Die Ursache von weißen Flecken auf den Zähnen

Veränderungen im Mundbereich gehören immer in die Hände eines Experten, um sie einzuschätzen. Haben Sie erstmals weiße Flecken auf Ihren Zähnen entdeckt, ist das aber kein Grund zur Panik. Suchen Sie Ihren Zahnarzt oder Kieferorthopäden auf, um mehr über die Gründe zu erfahren. Nachfolgend verraten wir Ihnen die häufigsten Auslöser:

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1. Fluorose als Auslöser von weißen Flecken

Hierbei handelt es sich um eine Zahnerkrankung, die durch eine übermäßige Exposition mit Fluorid während der Zahnentwicklung ausgelöst wird. Durch fluoridhaltiges Wasser oder Zusätze in Zahncreme, Salz und Co., kann es zu einer Ansammlung von Fluorid im Zahnschmelz kommen. Das führt zu weißen oder gar bräunlichen Flecken auf den Zähnen. Betroffen sind hiervon überwiegend Kinder, deren Zähne sich noch entwickeln. In den meisten Fällen handelt es sich zunächst um ein ästhetisches Problem, langfristig ist das Risiko von Karies aber erhöht.

2. White Spots auf den Zähnen

Als White Spot bezeichnen Zahnärzte Läsionen, die durch Demineralisierung des Zahnschmelzes auftreten. Schuld ist eine verstärkte Säureeinwirkung auf Ihre Zähne. Stellen Sie sich vor, Sie nehmen täglich Colagetränke oder fruchtsäurehaltige Säfte zu sich. Obwohl Sie den Saft schnell schlucken, bleiben Reste im Mund und wirken weiterhin auf Ihren Zahnschmelz ein. Dadurch können White Spots entstehen, die nicht nur ein ästhetisches Problem sind.

Es gibt weitere Auslöser für die Vorboten beginnender Karies, so zum Beispiel hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, das Tragen einer Zahnspange oder mangelnde Mundhygiene. Beachten Sie unbedingt, dass White Spots ein klares Anzeichen für drohende Karies sein können. Ignorieren Sie diese Läsionen daher nicht, sondern suchen Sie Ihren Zahnarzt für präventive Maßnahmen auf.

3. Medikamenteninduzierte weiße Flecken auf den Zähnen

Einige Medikamente, darunter Antibiotika, können zur Entwicklung weißer Flecken auf Ihren Zähnen führen. Auch hier sind insbesondere Kinder betroffen, da sich die kleinen Zähne noch in der Entwicklung befinden. Solche Flecken sind oft dauerhaft und lassen sich nur durch eine spezielle Behandlung entfernen.

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4. Ernährung als Auslöser von weißen Flecken

Nehmen Sie viele säurehaltige Speisen zu sich, entstehen manchmal weiße Flecken auf den Zähnen. Die Säure der Lebensmittel nagt buchstäblich an Ihrem Zahnschmelz, der die Zähne vor Karies und Beschädigungen schützen soll. Nicht nur Säure, sondern auch Zucker kann ein Auslöser sein!

Leiden Sie unter Reflux, ist auch daran als Auslöser zu denken. Die Säure entsteht nicht nur im Magen, sondern auch in Mund und Rachen. Sobald Ihr Zahnschmelz Läsionen aufweist, kann es zu empfindlichen Zähnen kommen und im fortgeschrittenen Stadium schließlich zu Karies.

5. Zahnschmelz-Hypolasie kann eine Ursache sein

Bei dieser Erkrankung ist Ihr Zahnschmelz weniger stark entwickelt als bei anderen Menschen. Dieser Zustand kann dazu führen, dass Grübchen auf Ihren Zähnen entstehen und weiße Flecken sichtbar werden.

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Sind weiße Flecken auf den Zähnen gefährlich?

Ob weiße Flecken gefährlich sind, hängt von der Ursache ab. Ist Fluorose der Auslöser, handelt es sich zunächst um ein kosmetisches Problem. Strukturelle Schäden können jedoch auftreten, wenn das Schadbild weiter fortschreitet.

Bei klassischen White Spot Läsionen handelt es sich oft um die Vorstufe von Karies, daher sollten Sie hier keine Zeit verstreichen lassen. Bleiben die Flecken unbehandelt, entstehen langfristig Schäden an den Zähnen, die zu Karies und schließlich auch zu Schmerzen führen.

Gleiches gilt für ernährungsbedingte Flecken, wenn Säure Ihren Zahnschmelz zerstört. Hier ist es wichtig rechtzeitig zu handeln, um die Entstehung von Karies bestmöglich zu verhindern.

Medikamenteninduzierte Flecken sind ein ästhetisches Problem und verursachen in der Regel keine gesundheitlichen Probleme. Dennoch können diese sichtbaren Stellen Auswirkungen auf Ihr psychologisches Wohlbefinden haben, wenn Sie sich damit unwohl fühlen.

Wie kann man weiße Flecken auf den Zähnen entfernen?

Es gibt verschiedene Methoden, wie Sie weiße Läsionen auf Ihren Zähnen entfernen lassen können. In der Regel braucht es hierfür eine professionelle Behandlung. Sie können zwar zu Hause einiges dazu beitragen, allerdings sollten Sie immer Ihren Zahnarzt aufsuchen.

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1. Professionelle Zahnreinigung für oberflächliche Flecken?

Im Rahmen einer PZR lassen sich oberflächliche Flecken entfernen, die durch Verfärbungen aufgetreten sind. Bei leichten White-Spot-Läsionen ist es möglich, dass die Methode bereits ausreicht. Nach der Behandlung werden Ihre Zähne poliert und oft mit einem Fluoridlack geschützt.

2. Fluoridbehandlungen zur Stärkung des Zahnschmelzes

Mit einer Fluoridbehandlung wird der Zahnschmelz gestärkt und die Mineralisierung Ihrer Zähne gefördert. Diese Methode hilft bei klassischen weißen Flecken. Der Zahnarzt trägt das Fluorid als Lack oder Gel auf, es gibt auch spezielle Mundspülungen für zu Hause. Das Ziel ist es, die Härte des Zahnschmelzes zu erhöhen und so das Kariesrisiko zu minimieren.

3. Mikroabrasion behandelt Läsionen mit Säure

Bei dieser Behandlung trägt Ihr Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine dünnflüssige Säure auf Ihre Zähne auf, um die Flecken abzutragen und den Zahnschmelz aufzuhellen. Besonders wirksam ist die Mikroabrasion bei White Spots. Durch die Entfernung der Flecken wird das optische Erscheinungsbild verbessert.

4. Bleaching zur Aufhellung der Zähne

Ein Bleaching-Verfahren ist sinnvoll, wenn das gesamte Erscheinungsbild der Zähne durch Verfärbungen beeinflusst ist. Durch die Aufhellung wird die Zahnfarbe angepasst. Leiden Sie unter Ablagerungen durch Tee, Kaffee oder Nikotin ist ein Bleaching oft sehr hilfreich. Je nach Ausprägung ist das Verfahren aber auch im Rahmen von klassischen weißen Flecken oder Fluorose geeignet.

5. Restaurative Behandlungen in Extremfällen

Leiden Sie bereits unter tiefen oder hartnäckigen Flecken, kann eine restaurative Behandlung erforderlich sein. Füllungstherapien oder die Anfertigung spezieller Veneers verbessert das Erscheinungsbild der Zähne. Eine solche Behandlung wird individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst und kommt bei verschiedenen Arten von Flecken zum Einsatz.

Kann man weiße Flecken auf den Zähnen selbst entfernen?

Sie selbst haben verschiedene Möglichkeiten, um der Entstehung weißer Flecken vorzubeugen. Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sowie die Verwendung von Zahnseide und Mundspülungen sind die wichtigsten Maßnahmen. Damit reduzieren Sie die Plaque-Bildung und verbessern Ihre Mundgesundheit. Fragen Sie Ihren Kieferorthopäden oder Zahnarzt, ob fluoridhaltige Zahnpasten für Sie eine gute Option sind.

Expertentipp

Ernährungsbedingte Schäden lassen sich vermeiden, wenn Sie wenig Zucker und säurehaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Sie verhindern so, dass der Zahnschmelz demineralisiert wird.

Kann man weiße Flecken auf den Zähnen verhindern?

Um weiße Flecken zu verhindern, braucht es nicht nur eine gute Mundhygiene, sondern auch regelmäßige Besuche bei Ihrem Zahnarzt. Bemerken Sie erstmals Läsionen, suchen Sie einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden auf. Nur ein Fachmann kann die genauen Ursachen der Flecken feststellen und die beste Behandlungsoption empfehlen. So gehen Sie sicher, dass nichts Schlimmeres dahinter steckt und Ihre Zähne weiter gesund bleibt.

Als Kieferorthopäde in Köln stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um Ihre Zahngesundheit zu erhalten und zu verbessern. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für eine Beratung und eine individuell auf Sie angepasste Behandlung.

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