Bruxismus – wenn Zähneknirschen den Schlaf raubt
Zähneknirschen oder starkes Zähnepressen tritt bei vielen Menschen unbewusst auf – häufig nachts während des Schlafs. Was zunächst harmlos erscheint, kann langfristig erhebliche Auswirkungen auf Zähne, Kiefergelenke und die allgemeine Schlafqualität haben. Bruxismus ist eine weit verbreitete Funktionsstörung des Kausystems, die sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben kann und einer gezielten Abklärung bedarf.
Lesedauer: 7 Minuten

Über die Autorin
Kieferorthopädin
Dr. Ute Pilot – Ihre Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Köln Rodenkirchen.
Was versteht man unter Bruxismus?

Bruxismus bezeichnet das unbewusste Knirschen oder Pressen der Zähne, das überwiegend nachts, aber auch tagsüber auftreten kann. Dabei wirken hohe Kräfte auf Zähne, Zahnhalteapparat, Kaumuskulatur und Kiefergelenke. Da der Betroffene die Belastung meist nicht bewusst wahrnimmt, bleibt die Problematik oft lange unentdeckt.
Unbehandelter Bruxismus kann zu Zahnabrieb, Zahnschäden, Verspannungen der Kaumuskulatur sowie zu Beschwerden im Bereich des Kiefergelenks führen. Auch Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Gesichtsschmerzen können im Zusammenhang mit nächtlichem Zähneknirschen stehen.
Unbehandelter Bruxismus kann zu Zahnabrieb, Zahnschäden, Verspannungen der Kaumuskulatur sowie zu Beschwerden im Bereich des Kiefergelenks führen. Auch Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Gesichtsschmerzen können im Zusammenhang mit nächtlichem Zähneknirschen stehen.
Ursachen und Auslöser von Zähneknirschen
Die Entstehung von Bruxismus ist in der Regel multifaktoriell. Häufig spielen mehrere Einflussfaktoren gleichzeitig eine Rolle. Dazu zählen unter anderem:
Nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen. Umso wichtiger ist eine umfassende diagnostische Betrachtung der individuellen Situation in interdisziplinärer Zusammenarbeit.
- psychische Belastungen wie Stress oder innere Anspannung
- Schlafstörungen
- Fehlkontakte der Zähne oder Bissabweichungen
- muskuläre Dysbalancen im Kiefer- und Nackenbereich
Nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen. Umso wichtiger ist eine umfassende diagnostische Betrachtung der individuellen Situation in interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Ablauf der Untersuchung und Beratung in unserer Praxis
Bei Verdacht auf Bruxismus erfolgt zunächst eine ausführliche klinische Untersuchung von Zähnen, Kaumuskulatur und Kiefergelenken. Dabei achten wir insbesondere auf typische Hinweise wie Zahnabrieb, Druckempfindlichkeit der Muskulatur oder Bewegungseinschränkungen im Kiefergelenk.
Ergänzend besprechen wir Ihre Beschwerden, mögliche Begleitsymptome sowie Faktoren wie Schlafqualität oder Stressbelastung. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden möglichst genau einzugrenzen und ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln. Die Beratung erfolgt ruhig, verständlich und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.
Ergänzend besprechen wir Ihre Beschwerden, mögliche Begleitsymptome sowie Faktoren wie Schlafqualität oder Stressbelastung. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden möglichst genau einzugrenzen und ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln. Die Beratung erfolgt ruhig, verständlich und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.
Mögliche Folgen eines unbehandelten Bruxismus
Bleibt Bruxismus über längere Zeit unbehandelt, kann dies zu verschiedenen Beschwerden führen. Dazu gehören unter anderem:
Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Folgeschäden zu vermeiden und bestehende Beschwerden gezielt zu lindern.
- Abnutzung und Schädigung der Zahnsubstanz
- Risse oder Frakturen an Zähnen und Zahnersatz
- Schmerzen im Bereich der Kaumuskulatur
- Kiefergelenksbeschwerden
- Kopf-, Nacken- oder Gesichtsschmerzen
- Beeinträchtigung der Schlafqualität
Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Folgeschäden zu vermeiden und bestehende Beschwerden gezielt zu lindern.
Behandlungsmöglichkeiten bei Bruxismus
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Häufig kommt eine individuell angepasste Aufbiss- oder Knirscherschiene zum Einsatz. Diese schützt die Zähne vor weiterer Abnutzung und entlastet Muskulatur und Kiefergelenke während des Schlafs.
Je nach Befund können weitere Maßnahmen sinnvoll sein, etwa begleitende physiotherapeutische Behandlung, Anpassungen der Bisslage oder eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen. Ziel ist es stets, die Belastung des Kausystems zu reduzieren und die Funktion langfristig zu stabilisieren.
Je nach Befund können weitere Maßnahmen sinnvoll sein, etwa begleitende physiotherapeutische Behandlung, Anpassungen der Bisslage oder eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen. Ziel ist es stets, die Belastung des Kausystems zu reduzieren und die Funktion langfristig zu stabilisieren.
Zusammenfassung
Bruxismus ist eine häufige, oft unbemerkte Funktionsstörung, die den Schlaf beeinträchtigen und langfristig zu erheblichen Beschwerden führen kann. Zähneknirschen belastet nicht nur die Zahnsubstanz, sondern auch Kiefergelenke und Muskulatur. Eine frühzeitige Diagnostik und individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
In unserer Praxis legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Untersuchung, eine verständliche Beratung und ein auf Ihre Situation abgestimmtes Behandlungskonzept. So schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Entlastung des Kausystems und eine Verbesserung Ihrer Lebens- und Schlafqualität.
In unserer Praxis legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Untersuchung, eine verständliche Beratung und ein auf Ihre Situation abgestimmtes Behandlungskonzept. So schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Entlastung des Kausystems und eine Verbesserung Ihrer Lebens- und Schlafqualität.

